Vereinschronik - sc-mainburg.de

Chronik des SC 1860 Mainburg e.V.


Im Jahr 2007 kann der Sport-Club 1860 Mainburg stolz auf 30 Jahre Vereinsgeschichte zurückblicken. Aus dem eigentlichen 60-er Fanclub hat sich mittlerweile ein großer Verein entwickelt, der durch seine Aktivitäten auf dem Sektor Tennis sich auch in der Jugendarbeit große Verdienste erworben hat.


Doch zurück zum Beginn:
1977 gründeten rund 30 Personen den 60-er Fanclub. Vereinslokal war damals noch die „Lagune". Bei der Gründungsversammlung wurde Konrad Kolmeder als erster Vorstand gewählt, und war drei Jahrzehnten an der Spitze des Vereins. Seit 2010 ist  Alois Meindorfer 1. Vorstand.  Zweiter Vorstand bei der Vereinsgründung war Stefan Kleinscheck. In dieser Position fungierten in den vergangenen 30 Jahren außerdem: Günther Pichlmeier, Manfred Neubacher, Edi Kollmannsperger, Dominik Schummer, Günther Rottmaier und der jetzige zweite Vorstand Edwin Kollmannsperger.


Als Schriftführer waren tätig: Manfred Neubacher, der als erster dieses Amt übernahm, Robert Burgmeier, Ludwig Zeilbeck, Anton Baumeister, Hans Winkelmeier, Werner Göbel sowie der momentane Schriftführerin Erika Mitter. Martin Höher übernahm bei der Vereinsgründung die Aufgabe des Kassier und erfüllt diesen Job 30 Jahre und ist 2007 von Hans Winkelmeier abgelöst worden.Seit 2010 ist die neue Kassenwartin Heidi Brunner. Die Mitgliederverwaltung führt er weiterhin für den SC Mainburg weiter.
Nachdem viele Fan-Club-Mitglieder natürlich auch selbst aktive Fußballer waren wurde auch eine Fußballmannschaft gegründet, der sich schon von Beginn an Sepp Schwertl annahm.Hier feierte man bald eine ganze Reihe großer Erfolge:
1978 wurde man auf dem 60-er Trainingsgelände Vizemeister der 60-er Fanclubs. In den Jahren darauf konnte man sich weiter steigern und wurde 1980 und 1981 in Schrobenhausen bzw. Haidhof jeweils Meister der 60-er Fanclubs Man scheute auch keine weiten Reisen und konnte in Mannheim 1982 den größten Erfolg verbuchen. Man holte sich die Deutsche Fan-Club-Meisterschaft und die Fan-Club-Europameisterschaft. 1983 fuhr unser Team sogar bis Hannover um dort Vizemeister der deutschen Fan-Clubs zu werden. Von einer weiteren Reise, die 1984 nach Obertraun in Österreich führte, kehrte man als Europameister der Fan-Clubs heim. Auf dem 60-er Trainingsgelände wurde man 1987 schließlich zum dritten Mal Meister der 60-er Fan-Clubs.Ebenfalls zum dritten Mal konnten die Fußballer 1991 in Dachau Europameister der Fan-Clubs werden, während man 1993 wiederum auf dem 60-er Trainingsgelände nochmals den Titel Meister der 60-er Fan-Clubs errang. In der Folgezeit nahm man nicht mehr an den ganz großen Turnieren teil, was aber nicht heißen soll, dass man fußballerisch weniger zu bieten hatte. Bei der Teilnahme an vielen Regionalturnieren der 60-er Fanclubs und auch bei anderen Kleinfeldturnieren konnten die Fußballer hervorragende Ergebnisse erzielen. Neben vielen anderen Erfolgen schaffte man bei den Regionsmeisterschaften zwei erste Plätze (2001 und 2004) und bei einem ARGE-Turnier konnte man immerhin bis ins Viertelfinale vorstoßen (2001).
Beim Thema Fußball muss auch das Spiel zum 10-jährigen Jubiläum erwähnt werden, das die Bayernliga- Mannschaft der Löwen gegen eine Hallertauer Auswahl bestritt. Die zahlreichen Zuschauer sahen eine spannende Partie und schließlich einen glücklichen 3:2-Sieg der 60-er.


Neben diesen vielen sportlichen Ereignissen war einer der Höhepunkte in der Vereinsgeschichte des Fan-Clubs der Besuch des Löwen-Präsidenten Karl-Heinz Wildmoser am 16.April 1996, wo er sich offen den Fragen seiner Anhänger stellte.
An dieser Stelle darf auch der frühere Löwen-Trainer Karsten Wettberg nicht vergessen werden, der dem Fan-Club nach seinem Aufstieg in die 2.Bundesliga zwei Besuche abstattete. Es war genau die Zeit in der im Fan-Club wieder neue Euphorie aufkam und viele Fahrten zu den Zweitligaspielen der 60-er organisiert wurden.


1984 wurde der Name „1860 Fan-Club Mainburg" in „Sport-Club 1860 Mainburg" geändert. Dies geschah auf Grund einer Forderung des BLSV und war Bedingung um in den Landessportverband aufgenommen zu werden. Prinzipiell blieb man aber ein Fan-Club, mit den beiden Abteilungen 60-er Fans und Tennis, das zur Bayernliga-Zeit der Löwen als Zeitvertreib eingeführt wurde. Ebenso in diese Zeit fiel der Beginn der Aktivitäten im Bereich Skifahren. Am Wochenende vor Weihnachten werden meist Skiausflüge in die Region Königsleiten / Gerlos unternommen. Natürlich hat hier das gesellige Beisammensein Vorrang. Mittlerweile hat der Skiausflug im Januar seinen festen Platz. In letzter Zeit wurde öfter nach Scheffau gefahren, aber auch Abwechslung ist wieder gefragt. So erlebte man 2007 einen wunderschönen Schitag in Kaltenbach.


Anders verhielt es sich beim Tennis, wo zwar auch bis heute die Geselligkeit einen hohen Stellenwert hat, aber ebenso der sportliche Wettkampf nicht zu kurz kam. Diese Abteilung startete man 1984. Im Jahre 1985 spielte man bereits zum ersten Mal in der Verbandsrunde mit. Da keine vereinseigenen Tennisplätze vorhanden waren musste man auf die Anlagen befreundeter Nachbarvereine ausweichen. So war man froh 2 Jahre in Leibersdorf und 1 Jahr in Meilenhofen spielen zu können.
Im Jahre 1987 wurde mit großem Erfolg das 10-jährige Vereinsjubiläum gefeiert. Unter anderem konnte bei diesem Anlass der damalige stellvertretende Landrat Egon Sedlmaier als 100.Vereinsmitglied aufgenommen werden. Im Rahmen der Feierlichkeiten wurde auch die Planung für die Zukunft des Vereins vorgenommen. Nachdem bereits 1985 erste Bestrebungen im Gange waren eigene Tennisplätze zu bauen, wurde dies beim 10-jährigen nochmals bekräftigt und als vorrangiges Ziel ausgegeben.


Nachdem man den Grund für die Tennisanlagen von der Stadt zur Verfügung gestellt bekam ging alles sehr schnell. Schon im Dezember 1987 lag die Genehmigung für den Bau von 3 Tennisplätzen vor und zwischen Weihnachten und Neujahr begann man bereits mit deren Bau. Sehr große Unterstützung bekam der Verein durch den BLSV, die Stadt Mainburg, den Landkreis sowie durch den Bezirk.
Das Geld in der Vereinskasse war sehr knapp, was bedeutete, dass den Mitgliedern enorme Eigenleistungen abverlangt werden mussten. Eine große Aktion war beispielsweise das Auffüllen des Geländes mit Kies. Insgesamt wurden 6000 m³ Kies mit zahlreichen Traktoren und Anhängern in die neuen Plätze gefahren. Viele Landwirte unterstützten den Verein hier tatkräftig.Die Arbeiten gingen flott voran und schon im April 1988 konnte von der Fa. Majuntke die Oberdecke der 3 neuen Plätze hergerichtet werden, was Ende Mai bereits den Punktspielbetrieb ermöglichte. 2 Container ersetzten zu dieser Zeit das heutige Sportheim. Ein Container diente als Umkleidekabine der andere als Kantine. In letzterem herrschte durchweg gute Stimmung bei den verschiedenen organisierten oder spontanen Festivitäten. Jedoch blieb zum Feiern nicht zu viel Zeit, denn bereits im Spätsommer begann man mit dem Bau des Sportheims. Man brauchte nicht lange zu warten ehe die nächste Feier fällig war, nämlich die „Hebe" am 31.Oktober 1988.
Dieser folgte frisch gestärkt der Innenausbau im Winter 88/89 und pünktlich zur neuen Tennissaison, die im Mai begann, war die Fertigstellung vollzogen. Die offizielle Einweihung erfolgte im Juni. Erster Vereinsheimwirt war Bernd Berger, von jedem meist nur „Datt" genannt, der als Betreuer auch Sepp Schwertl mit seiner Fan-Club-Mannschaft unterstützte. Ihm folgte 1995 Hilla Lichl als Wirtin, die diese Aufgabe bis 2007 mit großem Engagement erledigte. Ihre Nachfolgerin ist Swetlana Meier.
Nach einer Pause von gut 2 Jahren packte man schließlich das nächste große Projekt an, den Bau weiterer 3 Plätze. Nach dem Erhalt der Baugenehmigung im Herbst 1991 wurden im Januar 1992 die Arbeiten aufgenommen und schon im Juli konnten die Plätze genutzt werden.


Damit wieder zurück zum sportlichen Bereich. Nicht nur die Fan-Club-Fußballer konnten große Erfolge aufweisen, auch die Tennisspieler schlugen sich wacker.
Bereits der Bau der ersten eigenen drei Tennisplätze schien die Herrenmannschaft zu beflügeln, denn man schaffte nach deren Fertigstellung umgehend den Aufstieg in die Kreisklasse 2. Zwar konnte man die Klasse im ersten Jahr nicht halten, dafür gelang aber 1990 gleich der Wiederaufstieg in die Kreisklasse 2. Hier hielt man einige Jahre gut mit, ehe man 1994 sogar den Sprung in die Kreisklasse 1 schaffte. 8 Jahre später gelang ein weiterer großer Erfolg mit dem Aufstieg in die Bezirksklasse 2, dem ausgerechnet heuer (2007) zum 30-jährigen Vereinsjubiläum die Meisterschaft in dieser Klasse folgte, was bedeutet, dass die Mannschaft ab der Sommersaison 2008 in der Bezirksklasse 1 spielt. Ab 1990 meldete man auch eine zweite Herrenmannschaft für den Punktspielbetrieb an, die 1992 den Aufstieg in die Kreisklasse 2 schaffte. Nach dem Abstieg 1994 gelang 1996 wiederum der Aufstieg in die Kreisklasse 2. Im Jubiläumsjahr 2007 verpasste man ungeschlagen die Meisterschaft in dieser Klasse knapp. 1991 wurde auch eine Damenmannschaft gegründet. 1993 gelang dieser der Aufstieg in die Kreisklasse I. Weiter bergauf ging es 2004 als man den Sprung in die Bezirksklasse 2 schaffte. Leider war dies nur ein kurzes Gastspiel, denn der Abstieg folgte postwendend. Aber bereits in der nächsten Saison 2006 kehrte man wieder in die Bezirksklasse 2 zurück, wo die Damen 2007 auf Anhieb die Vizemeisterschaft errangen.Seit 2003 ist auch eine zweite Damenmannschaft in der Punkterunde gemeldet Dieses Team erzielte in der Kreisklasse 2 immer gute Platzierungen und im Jubiläumsjahr 2007 schaffte man sogar den Aufstieg in die Kreisklasse 1. Die Gründung der Damenmannschaften zeigt, dass der Fan-Club in den letzten 20 Jahren eine entscheidende Veränderung erfahren hat. Die vielen männlichen 60-er Fanclub- und Tennismitglieder sahen einen deutlichen Anstieg der weiblichen Vereinsmitglieder.


Seit einigen Jahren kann der Verein um die 400 Mitglieder verzeichnen. Aktuell sind es 395, darunter sind 86 Kinder und Jugendliche. Dies spiegelt sich auch in den gemeldeten Mannschaften wider. Von 15 Teams stammen immerhin 8 aus dem Jugendbereich. Die Zahlen dokumentieren deutlich, dass im Verein auch die Jugendarbeit ganz groß geschrieben wird. Seit vielen Jahren sind Bambinis, Mädchen, Knaben, Juniorinnen und Junioren erfolgreich in den Spielbetrieb eingebunden, was allerdings erst durch die Erweiterung auf sechs Tennisplätze möglich war. Wie die Erfolge der Erwachsenen zeigen, lohnt sich die Jugendarbeit. Die Junioren konnten in den Jahren 1999, 2002, 2003 und 2005 Meister werden und spielen mittlerweile in der Bezirksklasse 1. Die Juniorinnen feierten 2006 die Meisterschaft und spielen seitdem in der Bezirksklasse 2. Sehr erfolgreich ist derzeit auch die Bambini-Mannschaft, die 2006 Meister in ihrer Gruppe wurde und anschließend bei der niederbayrischen Meisterschaft einen hervorragenden 4. Platz belegte. Im Jubiläumsjahr 2007 waren gleich zwei Mannschaften gemeldet. Die Bambini 1 wurden wiederum Meister und sind damit erneut für die Niederbayrische qualifiziert. Nicht weniger erfolgreich war die Bambini 2, die sich den Vize-Titel sicherte.
Kämpft man auch im Tennis in jeder Altersgruppe für sich allein, so treffen sich jung und alt wieder bei den organisierten Fahrten zu den Spielen der Münchner Löwen. Der Werdegang der 60-er bestimmte auch indirekt das Vereinsgeschehen in unserem Verein. In den 30 Jahren Vereinsgeschichte erlebte man die Löwen in einem Wechselbad der Gefühle zwischen Bayernliga und 1.Bundesliga. Für die kommende Saison rechnet man stark mit einem Aufstieg der Löwen in die 1. Bundesliga.Dass seit vielen Jahren auch einige Bayern-Fans, vor allem im Jugendbereich, über den Tennissport zum SC gestoßen sind ist als absolut positiv für beide Seiten zu bewerten, da es immer genug Stoff für fruchtbare Diskussionen gibt. Das friedliche Miteinander zeugt von der Toleranz der „eingefleischten" Löwen-Fans.


So ist zu hoffen, daß zu den Erfolgen im Tennis und beim SC-Fußball auch wieder Siege der Münchner Löwen kommen um weiterhin fröhliche und ausgelassene Feiern im schönen Vereinsheim zu erleben.
Dem Sport-Club 1860 Mainburg und natürlich auch den „Löwen" für die Zukunft alles Gute!
10. Juli 2007 / Willi Mitter

 
 
Free Counter